Aus der Westerwälder Zeitung vom 22.06.2002
Rusty dampfte durch die Westerwaldhalle
26 engagierte Mädchen und Jungen der Realschule Rennerod präsentierten den
"Starlight Express"
"Du allein hast die Kraft tief in Dir,
und wenn Du an Dich glaubst,
dann kann alles geschehen ..."
gibt der legendäre "Starlight Express" der jungen Dampflok Rusty mit auf den Weg, und damit den Glauben an sich selbst und den Sieg im entscheidenden Rennen um die Weltmeisterschaft der Lokomotiven. Das Musical von Andrew Lloyd Webber feierte 1984 Uraufführung in London und rollt dort wie in Bochum Abend für Abend über die Bühne.
So auch in der Westerwaldhalle in Rennerod an einem heißen Sommerabend. Unter der Leitung von Nicole Pauly und Tanja Stecker präsentierte die
Realschule Rennerod das berühmte Werk bei fast unerträglicher Hitze vor vollem Hause und wiederholte es am folgenden Tage wegen der großen Nachfrage.
In der Nacht der Weltmeisterschaft der Lokomotiven scheint die junge, technisch veraltete Dampflok Rusty (Rabea
Hajji) keine Chance gegen ihre modernen Herausforderer Diesel- und Elektroloks (Sarina Menges als Elektra und Ben Bastian Helling als
Greaseball) zu haben. Als sich die schöne Pearl (Dorthe Hering), der 1.-Klasse-Wagen, von Rusty trennt, springt die alte Dampflok Papa (Hartmut
Kalian) für ihn ein. Das letzte Rennen muss neu ausgetragen werden, weil nicht alle fair kämpften. Im Finale läuft Rusty vor Diesel- und E-Lok als Sieger ins Ziel. Er und Pearl finden wieder zusammen und erkennen ein
"Licht ganz am Ende des Tunnels".
Sicher bewegten sich auch die übrigen Darsteller auf den im Saal aufgebauten Rampen und Rollschuhbahnen:
Mareike Schell als geselliger Raucherwagen Ashley, Catherine Klein als lustiger Bar- und Bufettwagen
Buffy, Tatjana Pfaffenroth als Bremswagen Caboose, Sarah-Sophie Laschet als Speisewagen Dinah. Als Mama traten Damaris Menk und Tamara Gläßner (Gesang)
auf. Control (Christian Schmidt) steuerte den Wettstreit. Zum Erfolg trugen auch die
Carriages, die Frachtwaggons, Greaseball- und
Elektra-Gang, die Internationalen Züge und der Chor bei.
Verantwortlich für die Tontechnik waren Werner und Sven Müller, technische Assistenten Christoph Willerscheid und Bettina
Neiß, Lichttechnik Frank Heller, Kostüme Britta Bäcker, Linda Hänel, Peter Ruß, Nadja und Margot Stecker, Maske Nadja Stecker, Grit
Janczyk, Tanja Stecker, Antje Schmidt, Bühnenbild Britta Bäcker,
Rampen- und Bahngestaltung Tanja Stecker. Bahn und Rampen hatten Günter Gerz und Herbert Stecker gebaut.
Schulleiterin Gabriele Comes dankte allen Beteiligten für die monatelange engagierte Arbeit und ihren Einsatz auch während der Ferienzeit, die außerordentlich erfolgreich gestaltet worden war und ungewöhnliche Talente hervor gebracht hatte. Blumen gab es für Tanja Stecker (Choreographie, Regie und Rollschuhtraining) und Nicole Pauly (musikalische Leitung und Klavier).
Spontan spendete Bürgermeister Werner Daum 250 Euro. Lang anhaltender Beifall belohnte die Akteure, die noch eine Zugabe boten, für ihre hervorragenden Leistungen auf darstellerischem, sportlichem und gesanglichem Gebiet.
(sh)
Hintergrund
150 Schüler wollten mitmachen. Mehr als 80 Mädchen und Jungen der Klassenstufen fünf bis zehn meldeten sich
zu Beginn des Schuljahres 2001/02 für die Chor-AG und 70 Kinder für die Tanz-AG. In beiden Arbeitsgemeinschaften wurde der Wunsch geäußert, wie im vergangenen Jahr ein Musical einzustudieren. Das Projekt startete, nachdem die
Entscheidung für Webbers "Starlight Express" gefallen war. Die Frage der Besetzung musste geklärt werden, denn die Solisten sollten im Rollschuhfahren und im Singen erprobt sein. Schließlich wurden 26 Darsteller ausgewählt. Körperbeherrschung, tänzerische Fertigkeiten auf
Rollschuhen und Gesang
waren zu üben. Auch der Chor probte regelmäßig für seinen Auftritt. Dass Darstellung, Tanz, Rollschuh-Kunst, Gesang und die Arbeit hinter den Kulissen auf die richtige Schiene" gebracht wurden, bewies die großartige Aufführung bei der Premiere in der Halle.
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