Chronik der Realschule
Rennerod
Mit dem Beginn des Schuljahres 1972/73 wurde vom Kultusministerium des
Landes Rheinland-Pfalz durch die Bezirksregierung Koblenz in Rennerod eine
Staatliche Realschule eingerichtet.
Ein besonderes Verdienst für den Bau des Gebäudes an der Kohlaustraße
hat der damalige Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde Rennerod,
Herr Karl Boller.
Für die neue Realschule in Rennerod wurden die notwendigen Räumlichkeiten
im neuen Schulgebäude an der Kohlaustraße bereitgestellt. Der erste Abschnitt
dieses Gebäudes mit dem besonderen Sporttrakt war als Volksschule des
Schulverbandes Rennerod 1968 bezogen worden. Die Räume der Realschule waren in
dem Erweiterungsbau, der im Jahre der Schulgründung bezogen werden konnte,
vorgesehen. Die Realschule Rennerod hat ihren Betrieb mit drei Klassen 5 am
18.August 1972 begonnen; ein Versuch, die Klassenstufe 6 oder 7 anzubieten,
wurde nicht unternommen.
Die Anmeldezahlen für das Schuljahr 1972/73, das erste der neuen Schule,
waren tatsächlich eine Überraschung: 121 Schüler wurden insgesamt angemeldet.
Als nicht leicht erwies sich in einer Zeit des "Lehrermangels" die
Bereitstellung der Lehrkräfte. Mit der Leitung der neuen Schule wurde Herr
Realschullehrer Hartmut Rückert, abgeordnet von der Realschule Westerburg,
beauftragt. Von der Realschule Betzdorf II hatte sich der in Fehl-Ritzhausen ansässige
Realschullehrer z.A. Henning Freude um eine Stelle in Rennerod bemüht; seinem
Versetzungsantrag konnte entsprochen werden. Die dritte Lehrkraft, der
Volksschullehrer Egon Bösch,
konnte nur auf Zeit für Rennerod gewonnen werden. Die drei genannten Lehrkräfte
trafen sich am ersten Schultag nach den Sommerferien am 18. August 1972 zur
ersten Konferenz, für die Schüler begann der Unterricht einen Tag danach.
Die drei Lehrer übernahmen Klassenleiterfunktion und erteilten den gesamten
Unterricht der drei Klassen. Herr Rückert unterrichtete in den Fächern
Englisch, Erdkunde, Religion; Herr Freude in Erdkunde, Mathematik, Physik,
Kunst, Sport und Herr Bösch in Deutsch, Biologie und Religion.
In den folgenden Schuljahren wurde der Aufbau der Schule systematisch
fortgesetzt. Als neue Lehrkräfte konnten Herr Günther Busch, Frau Marlies
Freude, Herr Hans-Georg Heftrig, Herr Hans-Jürgen Rödder, Herr Christof
Steiner, Frau Gisela Leonhardt und Herr Hans Ehrlich verpflichtet werden. Herr
Realschullehrer Jürgen Meurer war mit der Wahrnehmung der Geschäfte des
Direktorstellvertreters beauftragt, bevor Herr Winfried Simons 1973 als
Schulleiter eingesetzt wurde.
Zwischenzeitlich war das Sekretariat unserer Schule
eingerichtet: Frau Helga Traut wurde am 1.4.1975 als Schulsekretärin
eingestellt. Herr Hüge und Frau Maya Anton verstärkten das Kollegium zu Beginn
des Schuljahres 75/76, in der Schuljahresmitte kamen Herr Friedrich Huff und
Herr Manfred Müller hinzu.
Zu Beginn des Schuljahres 76/77, vier Jahre nach Gründung, wurden an
unserer Schule bereits 429 Schüler unterrichtet. Frau Ursula Friedrich, Herr
Rolf Abele, Frau Erika Schneider ( jetzt Immig), Frau Ute Weyel ( jetzt Dietz)
und Herr Stefan Alheit verstärkten das Kollegium.
Im Schuljahr 77/78 durchlief unsere Schule zum ersten Male eine
Klassenstufe 10 ; somit stellte sie eine voll ausgebaute Realschule dar. In 16
Klassen wurden 510 Schüler unterrichtet. Herr Udo Sidon, Herr Helmut Zierke und
Frau Gudrun Weyand kamen zum Kollegium dazu.
Für das folgende Schuljahr organisierte Herr Rödder zum ersten Mal einen
Skischul- landheimaufenthalt in Hirschegg. Seit dieser Zeit ist Hirschegg im
Kleinwalsertal ein jährliches Highlight für unsre Klassen 7/8. Als
Abschlussfahrt für unsere Klassen 10 bietet eine deutsche Großstadt immer ein
willkommenes Ziel. Die große Zahl der Klassen hatte 1978/79 den Bau einer großen
Dreifachturnhalle notwendig gemacht, sodass bis heute allen Klassen drei Stunden
Sportunterricht erteilt werden können.
Der erste Schüleraustausch mit einer französische Schule, dem Collège
Frédérik Mistral in Lunel, unter der Leitung von Frau Freude, fand im
Schuljahr 79/80 statt.
Ein Schüleraustausch mit einer englischen Schule, und zwar mit der
„The Ferrers School“ in Higham Ferrers, wird seit 1981 durchgeführt.
Einmalig fand bisher auch im Schuljahr 95/96 ein Amerika-Austausch
statt. 14 Schüler der Klassen 10 besuchten die La Fayette High School in der nähe
von Atlanta in Georgia. Beim Gegenbesuch lernten unsere Gäste „Old Germany“
kennen.
Schulfeste zum 10-, 20- und 25-jährigen Bestehen der Schule fanden in der
Öffentlichkeit und bei den Ehemaligen großen Anklang. Die Einführung des
Betriebspraktikums für die Klassen 9 ist seit dem Schuljahr 1986/87 als Ergänzung
zum Berufswahlunterricht eine wichtige Erfahrung für jeden Realschüler. Herr
Busch ist Leiter des Betriebspraktikums; gute Kontakte zu vielen
Handwerksbetrieben und Geschäften werden gepflegt; alle Schüler erhalten einen
Einblick in die Berufswelt und das Arbeitsleben.
Der Chor der Realschule, gegründet 1982 von Herrn Willi Becker, fortgeführt
durch Frau Elfi Fröhling in den Jahren 1986-1991 und von 1991 bis 1997
von Herrn Werner Schneider, ist jetzt unter der Leitung von Frau Pauly
mit der Bezeichnung „CHOREAL“ ein Aushängeschild der Schule.
Seit 1979 besteht eine Schülerband unter der Leitung von Herrn Müller;
die Besetzung durch SchülerInnen wechselte in den vergangenen Jahren vielfach.
Eine „Ehemaligen-Band“ trifft sich gelegentlich zum Musizieren.
Zu Veränderungen in der Schulleitung kam es erstmalig im August 1984.
Herr Simons wurde auf eigenen Wunsch als Schulleiter an die Realschule in
Andernach versetzt. Im Dezember 1985 wurde Herr Pieroth als neuer Schulleiter
ins Amt eingeführt, er war vorher Konrektor in Morbach. Im November 1986 wurde
Konrektor Herr Meurer verabschiedet, er ging als Schulleiter an die Realschule
in Diez. Sein Nachfolger als Konrektor der Realschule Rennerod wurde im April
1987 Herr Rösler, er war vorher an der Geschwister-Scholl-Realschule in
Westerburg tätig. Zum Schuljahresbeginn im Juli 1989 wurde Herr Pieroth auf
eigenen Wunsch als Schulleiter nach Idar-Oberstein versetzt. Neue Schulleiterin
wurde im Februar 1990 Frau Gabriele Comes. Sie war vorher Konrektorin an der
Kooperativen Gesamtschule in Altenkirchen.
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